Das als Silicon Valley der Schweizer Blockchain-Industrie geltende «Crypto Valley» rund um die Stadt Zug wird zu einem immer gewichtigeren Wirtschaftsfaktor. Laut einer Studie des Unternehmensberaters PwC beschĂ€ftigt die Branche bereits ĂŒber 3’000 Personen. Unter den ĂŒber 600 Firmen befĂ€nden sich zudem fĂŒnf «Einhörner», sprich Unternehmen, die mit ĂŒber einer Milliarde Franken bewertet werden.
Die Studienautoren haben erstmals eine Liste mit den Top 50-Unternehmen im Crypto Valley erstellt. Die Daten seien zwar gerade fĂŒr die SchĂ€tzungen der Marktkapitalisierung noch lĂŒckenhaft, gemĂ€ss der Erhebung kommen die 50 grössten Blockchain-Firmen aber bereits auf einen Marktwert von rund 44 Milliarden Dollar.
Auch mit Blick auf die ĂŒber 600 Firmen bleibe festzuhalten, dass auch Unternehmen aufgenommen wurden, die nur indirekt mit der Blockchain-Technologie arbeiten wie etwa Beratungsunternehmen, Anwaltskanzleien, und akademische Institutionen. Trotzdem seien es rund doppelt so viele wie noch vor einem halben Jahr, wie die Studienautoren am Mittwoch mitteilten.
Erstaunlich sei, dass die Top 50 insbesondere im Vergleich zu anderen Startups ĂŒber eine sehr dicke Kapitaldecke verfĂŒgten und in der Regel mit BetrĂ€gen in zweistelliger Millionenhöhe operierten. Auch seien Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe oder bis zu einer Milliarde wie bei Firmen wie dem KrypotwĂ€hrungsprojekt Tezos oder den Entwicklern eines dezentralen «Internet-Computers» Dfinity keine Seltenheit.
Bei den fĂŒnf sogenannten «Einhörnern», also ehemalige Start-ups die einen Marktwert von ĂŒber einer Milliarde Dollar auf die Waage bringen, handelt es sich um den Hersteller von spezieller Hardware zum «SchĂŒrfen» von KryptowĂ€hrungen Bitmain, dem Zahlungsentwickler Cardano, Dfinity sowie der Zuger Stiftung Ethereum und den Zahlungsanbieter Xapo.
Hacker haben verstÀrkt KryptowÀhrungen im Visier
Die Schattenseite Crypto-Booms: In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben Hacker einer Studie zufolge Bitcoin und andere KryptowÀhrungen im Volumen von einer knappen Milliarde Dollar erbeutet. Dies sei in Plus von fast 250 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte die Cybersicherheitsfirma CipherTrace am Mittwoch mit.
Die zunehmende PopularitÀt der rund 2000 Internet-WÀhrungen zieht die Hacker an. Der spektakulÀrste Fall war der Angriff auf die japanische Handelsplattform Coincheck im Januar. Damals erbeuteten Kriminelle Coins der Cyber-Devise Nem im Volumen von 534 Millionen Dollar.
Auch die Zahl kleinerer DiebstĂ€hle im Volumen zwischen 20 und 60 Millionen Dollar nehme zu, so CipherTrace. Die Dunkelziffer sei allerdings hoch, da zahlreiche KrytowĂ€hrungsdiebstĂ€hle gar nicht öffentlich gemacht wĂŒrden.
Ausserdem wĂŒrden digitale Devisen zunehmend zur GeldwĂ€sche genutzt. Diese GeschĂ€fte liefen vor allem ĂŒber Börsen in Staaten mit unzureichenden Gesetzen gegen derartige AktivitĂ€ten. Allein ĂŒber die grössten Handelsplattformen in diesen LĂ€ndern seien seit 2009 rund 2,5 Milliarden Dollar gewasch

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